Bewusst Sein – Identifikation

Wer bist du gerade? – Womit identifizierst du dich gerade jetzt?

„Gedankenhygiene“

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal. (Talmud)

Jeder von uns wechselt im Laufe des Tages mehrfach seine Identifikation.

Mal bist du als Ehemann oder Ehefrau, Vater oder Mutter, Chef oder Angestellter, Führungskraft oder Hilfsarbeiter, Wanderer, Radfahrer etc. identifiziert.

„Ich bin“ bedeutet immer „Ich bin identifiziert mit“.

Wie wichtig unsere Identifikation ist, um ein Problem lösen zu können, kannst du an den folgenden Beispielen leicht erkennen.

Ein „Alkoholiker“, der sagt „Ich bin Alkoholiker“ und sich somit mit seinem Problem identifiziert, wird es sehr schwer haben, aus diesem Problemkreis herauszukommen. Er begibt sich mit der Aussage: „Ich bin Alkoholiker“ in eine Opferrolle. Es ist halt so. Ich bin eben Alkoholiker. Ja, ich würde es gerne ändern. Aber es ist sehr schwer.

Wenn jetzt der Einspruch kommt: „Ja, aber man muss doch Realität anerkennen, um etwas verändern zu können.“, so kommt dieser Einspruch völlig zu Recht. Man muss die bestehende Realität anerkennen, um sie ändern zu können und um eine neue Realität zu erschaffen. Und ja: ich behaupte nicht, dass es leicht ist, aus der Sucht herauszukommen.

Realität kann der „Alkoholiker“ aber auch als Gestalter anerkennen, indem er sagt: „Ich bin ein ganz einzigartiges, wunderbares Geschöpf Gottes, welches im Moment ein Problem mit Alkohol hat.“ Und in diesem Bewusst Sein ist die Chance, dass er sein Problem, das er mit Alkohol hat lösen kann, ungleich höher.

Wenn du dich jetzt einmal für einen ganz kurzen Moment abwechselnd in die beiden verschiedenen Identifikationen begibst – spürst du den Unterschied? Spürst du, wie es beim umschalten klick macht im Kopf? Spürst du, dass es unterschiedliche Energien sind?

Sag also nie: „Ich bin krank“. Mit dieser Aussage identifizierst du dich mit Krankheit und begibst dich in die Opferrolle, gibst die Verantwortung ab. Trägst deinen Körper zum Arzt und sagst: „Mach du mal.“
Wenn du mit 40° Fieber und Schüttelfrost im Wechsel mit Schweissausbrüchen im Bett liegst, macht es keinen Sinn zu sagen: „Ich bin nicht krank!“ Natürlich musst du hier Realität anerkennen, um eine Veränderung einleiten zu können.

Du kannst aber auch Realität anerkennen, indem du sagst: „Ich habe momentan eine gesundheitliche Störung oder Beeinträchtigung.“ Somit ist Realität anerkannt, die Realität besteht lediglich momentan und die Wahrscheinlichkeit, dass du schneller wieder gesund wirst, steigt erheblich.

Und natürlich solltest Du zum Arzt gehen, wenn deine Gesundheit erheblich beeinträchtigt ist. Ihr könnt euch dann überlegen, was ihr gemeinsam unternehmen könnt, damit du wieder vollkommene Gesundheit erlangen kannst.

 

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